Endoskopische Nasennebenhöhlenoperation (FESS)

February 4, 2026
Autor: Dr. David Liu
5 Minuten
Nasenatmung und Nasennebenhöhlen

Endoskopische Nasennebenhöhlenoperation (FESS)

Veröffentlicht am
04.02.2026
Autor
Prof. Dr. David Liu
Lesezeit
5 Minuten
Topic
Nasenatmung und Nasennebenhöhlen

Chronisch verstopfte Nase, Druck im Gesicht, Kopfschmerzen oder ein dauerhaft eingeschränkter Geruchssinn – viele Patientinnen und Patienten leiden über Monate oder Jahre unter Beschwerden der Nasennebenhöhlen. Wenn Medikamente wie Nasensprays, Spülungen oder Tabletten nicht ausreichend helfen, kann eine endoskopische Nasennebenhöhlenoperation (FESS) sinnvoll sein.

Was ist eine FESS?

FESS steht für funktionell endoskopische Nasennebenhöhlenoperation. Der Eingriff erfolgt vollständig durch die Nase, ohne äußere Schnitte. Mit feinen Endoskopen und Spezialinstrumenten werden verengte oder entzündete Bereiche der Nasennebenhöhlen gezielt eröffnet.
Ziel ist es, die natürliche Belüftung und Drainage der Nebenhöhlen wiederherzustellen – so kann die Schleimhaut langfristig heilen.

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Eine FESS wird empfohlen, wenn:

  • eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung trotz konsequenter medikamentöser Therapie bestehen bleibt
  • Nasenpolypen die Atmung und den Geruchssinn beeinträchtigen
  • wiederkehrende, schwere Nebenhöhlenentzündungen auftreten
  • Komplikationen oder ausgeprägte Schleimhautveränderungen vorliegen

Die Entscheidung zur Operation wird immer individuell getroffen – auf Basis der Beschwerden, der endoskopischen Untersuchung und einer CT-Bildgebung.

Wie läuft die Operation ab?

  • Durchführung in Vollnarkose
  • Dauer meist 60–120 Minuten (abhängig vom Befund)
  • Kein äußerer Schnitt, keine sichtbaren Narben
  • In vielen Fällen 1 Nacht stationärer Aufenthalt

Der Eingriff ist in der Regel nicht stark schmerzhaft. Ein Druck- oder Verstopfungsgefühl in den ersten Tagen ist normal.

Was ist nach der OP wichtig?

Der langfristige Erfolg hängt wesentlich von der Nachbehandlung ab:

  • regelmäßige Nasenspülungen
  • kontrollierte Nachsorge mit endoskopischer Reinigung
  • gezielte lokale Therapie (z. B. Kortison-Nasensprays)

Durch diese Kombination lassen sich die Ergebnisse deutlich verbessern und Rückfälle vermeiden.

Welche Ergebnisse kann man erwarten?

Die meisten Patientinnen und Patienten berichten über:

  • deutlich bessere Nasenatmung
  • weniger Infekte und Gesichtsdruck
  • verbesserte Lebensqualität
  • häufig auch eine Erholung des Geruchssinns

Die endoskopische Nasennebenhöhlenoperation ist ein schonendes, modernes und sehr effektives Verfahren, wenn konservative Therapien nicht mehr ausreichen. Entscheidend sind eine sorgfältige Indikationsstellung, eine präzise Operation und eine strukturierte Nachbetreuung.

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