Nasenbluten – wann zum HNO?

January 12, 2026
Autor: Dr. David Liu
6 Minuten
Nasenatmung und Nasennebenhöhlen

Nasenbluten – wann zum HNO?

Veröffentlicht am
12.01.2026
Autor
Prof. Dr. David Liu
Lesezeit
6 Minuten
Topic
Nasenatmung und Nasennebenhöhlen

Warum blutet die Nase so leicht?

Die Nasenschleimhaut ist sehr gut durchblutet. Vor allem im vorderen Bereich der Nasenscheidewand liegen feine Gefäße dicht unter der Oberfläche. Diese können leicht einreißen, etwa durch:

  • trockene Heizungsluft
  • häufiges Schnäuzen oder Nasenbohren
  • Erkältungen oder Allergien
  • verkrustete oder entzündete Schleimhaut
  • erhöhten Blutdruck
  • blutverdünnende Medikamente

Gerade bei Kindern ist die Schleimhaut besonders empfindlich, weshalb Nasenbluten hier häufig vorkommt.

Was tun bei akutem Nasenbluten?

In den meisten Fällen helfen einfache Maßnahmen:

  • Aufrecht hinsetzen, Kopf leicht nach vorne neigen
  • Die weichen Nasenflügel für 10–15 Minuten fest zusammendrücken
  • Ruhig durch den Mund atmen
  • Nicht hinlegen und den Kopf nicht nach hinten neigen

Hört die Blutung nicht auf oder tritt sie immer wieder auf, sollte eine HNO-ärztliche Untersuchung erfolgen.

Wann sollte Nasenbluten abgeklärt werden?

Ein Besuch beim HNO-Facharzt ist empfehlenswert, wenn:

  • Nasenbluten regelmäßig oder häufig auftritt
  • die Blutung länger als etwa 20 Minuten anhält
  • keine klare Ursache erkennbar ist
  • Nasenbluten bei Kindern wiederholt vorkommt
  • zusätzlich Krusten, Schmerzen oder Nasenverstopfung bestehen
  • blutverdünnende Medikamente eingenommen werden

Behandlung in der HNO-Privatordination

Nach einer endoskopischen Untersuchung lässt sich meist rasch feststellen, welches Gefäß für das Nasenbluten verantwortlich ist. Häufig kann die Blutungsquelle gezielt verödet werden.

Eine chemische Verödung ist dabei eine sehr schonende und bewährte Methode. Sie ist auch bei Kindern problemlos möglich, dauert nur wenige Minuten und kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Ziel ist es, das betroffene Gefäß dauerhaft zu verschließen und weiteres Nasenbluten zu verhindern.

In vielen Fällen ist danach keine weitere Behandlung notwendig.

Wie lässt sich Nasenbluten vorbeugen?

Zur Vorbeugung empfehlen wir:

  • regelmäßige Befeuchtung der Nasenschleimhaut (z. B. Nasensalben oder Öle)
  • ausreichende Luftbefeuchtung in Wohnräumen
  • schonendes Schnäuzen
  • Vermeidung von Manipulationen in der Nase
  • Kontrolle und gute Einstellung des Blutdrucks

Zusammenfassung

Nasenbluten ist meist harmlos, sollte aber bei häufigem Auftreten ernst genommen werden. Eine frühzeitige Abklärung beim HNO-Facharzt hilft, die Ursache rasch zu finden und unkompliziert zu behandeln – oft mit einfachen, schonenden Maßnahmen wie einer chemischen Verödung.

Gerne beraten wir Sie oder Ihr Kind persönlich in unserer HNO-Privatordination in Wien.

Nasenbluten – wann zum HNO?

Nasenbluten ist häufig und meist harmlos. Tritt es jedoch wiederholt oder ohne erkennbare Ursache auf, sollte es ärztlich abgeklärt werden. In unserer HNO-Privatordination in Wien finden wir rasch die Ursache und behandeln gezielt.

Eine chemische Verödung ist eine schonende, bewährte Methode, um Nasenbluten dauerhaft zu stoppen – auch bei Kindern problemlos möglich und meist ambulant durchführbar.

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